Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Elbingen

1957 - 59 1960 - 69 1970 - 79 1980 - 89 1990 - 99
2000 - 07 Wettkampf in Härtlingen 2009 - heute  

 

Wie alles begann:


Der Name von Elbingen scheint für viele leicht erklärbar: Elbingen, das Dorf am Elbbach.

Aber so einfach liegen die Dinge nicht. Die ältesten bekannten Schreibweisen des Namens Elbingen lauten: 14. Jahrhundert Ellmingen; 1383 Elmennyngen, aus diesem Jahr stammt auch die erste genau datierte Urkunde; 1403 Eylmengen; 1420 Eylmenyngen; 1510 Elmingen. Hinter diesen Schreibweisen verbirgt sich der Name Alaman. Dieser war wohl ein Adeliger, ausgestattet mit reichem Grundbesitz, bewaffnetem Gefolge, abhängigen Leuten denen er Schutz gewährte und über die er herrschte. Er lebte wohl auf einem befestigten Burgsitz der seinen Namen trug, wie die darum herum liegende Bauernsiedlung. Erst als die Erinnerung an Alaman erloschen war, lehnte sich der Name Elbingen an den Namen der Elb an.

1957 ~ 1959


Die Freiwillige Feuerwehr Elbingen gründete sich auf Initiative von Jakob Etz am 19.04.1957 in der Gast-wirtschaft Wüst.
Zu den ersten Aktiven gehörten: Jakob Etz (erster Wehrführer), Ewald Hannappel, Günter Wörsdörfer, Egon Schmidt, Manfred Etz, Bertwin Lamboy, Alfred Arnst, Christian Etz, Theo Becker, Willi Gläßer, Walter Munsch, Paul Cron, Oswald Wüst, Gerhard Wüst, Siegfrieg Schuth, Franz Josef Schaaf, Willi Sassenrath, Manfred Kuhn, Hermann Munsch, Erich Munsch

Ein Handpumpenwagen aus dem Jahr 1910, ein Schlauchwagen mit 2 Haspeln C-Schläuche sowie ein Standrohr konnten als erste Ausrüstungsgegenstände von der Pflichtfeuerwehr übernommen werden. Als Gerätehaus diente ein Anbau der Schulscheune. Auch ein Schlauchtrockenmast war vorhanden. Dieser wurde aber nach ca. 4 Jahren abgebaut.

Noch im gleichen Jahr wurde eine Tragkraftspritze TS 6 Metz mit Ilo-Motor aus Gemeindemitteln für 1700 DM (ca. 850,-- €) angeschafft.

Am 29. April 1957, also gerade mal 10 Tage nach der Gründung, hatte die junge Wehr ihren ersten großen Einsatz. Im Haus von Oswald Wüst stand der gesamte Dachstuhl in Flammen als die Feuerwehr zum Einsatz kam.

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1960 ~ 1969


Nachdem der Wehrführer Jakob Etz nach Siershahn gezogen ist, übernahm Christian Etz 1961 dieses Amt. 1962 wurde ein gebrauchter TSA (Tragkraftspritzenanhänger) mit Vollgummibereifung von der FFw Mündersbach angeschafft. Ebenfalls erhielt die FFw Elbingen eine neue TS 8/8 mit VW-Motor.

Im Jahre 1964 zog man in den Vorraum des 1951 renovierten und zum Teil neu errichteten Backhauses (Backes) um.

Aufgrund der hohen Mitgliederzahl konnte man in den 60´er und 70´er Jahren immer in zwei Gruppen üben.. Die Ausbildung der zweiten Gruppe übernahm Siegfried Schuth.

Ein Großfeuer bei der Firma Schmidt und Nilges in Kölbingen war der Grund für Unstimmigkeiten in der Brandbekämpfung. Aus dieser Erfahrung heraus und um zukünftig Fehler in der Zusammenarbeit zu vermeiden, beschlossen die Wehrführer von Elbingen, Härtlingen, Hahn, Mähren, Brandscheid, Kaden und Kölbingen, besser zusammenzuarbeiten und trafen sich einmal im Jahr zu Besprechungen.

Zu diesen Treffen wurden Referenten aus dem Brandschutz, von Versicherungen und sonstigen Institutionen eingeladen, um über neue Gesetze, Richtlinien und Gerätschaften zu informieren. Immer mehr Feuerwehren schlossen sich den Versammlungen an. Diese gute Idee könnte die Grundlage für die heutigen Dienst-versammlungen für Führungskräfte im Westerwaldkreis und die regelmäßigen Dienstversammlungen der Wehrführer den Verbandsgemeinden gewesen sein. Auch finden seit dieser Zeit regelmäßig Gemein-schaftsübungen mit Nachbarwehren statt.

Am 30. November 1966 endete die Schulgeschichte von Elbingen, die am 01. Oktober 1845 durch die Gründung des Schulverbandes Elbingen - Mähren begann. Da es zu der Zeit noch keine eigene Schule gab, wurde von Johann Winter ein Lehrlokal angemietet. Am 27. April 1857 konnte die erste neue Schule in Elbingen bezogen werden. 1912 wurde diese Schule abgerissen und der Unterricht fand ab 01. Mai im Saal der Gastwirtschaft Linz statt. Am 14. Juli 1913 konnte die neue Schule bezogen werden. Nach einem weiteren Umbau 1962 kam dann 1966 das endgültige Ende für die Schule in Elbingen.

1967 beginnen die Gebrüder Baldus mit dem Bau eines 60 ha großen Sees. Im Herbst 1971 berichtet die Westerwälder Zeitung über die Eröffnung von Haus Seeblick, über Angelmöglichkeiten und den geplanten Freizeitpark mit Campingplatz für 800 bis 1000 Menschen. Heute liegt hier eine ganze „Stadt“ aus Wohnwagen und Wohnmobilen. Das in einer reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft liegende Elbingen ist damit auch zum Naherholungsgebiet geworden.

Im Jahre 1969 schließen sich, gegen den Willen vieler Bürger, die Ortschaften Elbingen und Mähren zu der Gemeinde Elbingen-Mähren zusammen. Die beiden Feuerwehren blieben jedoch vorerst noch als selbst-ständige Einheiten erhalten.                                 

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1970 ~ 1979

In der Zeit vom 30. April bis 02. Mai 1970 fand das erste Feuerwehrfest der FFw Elbingen nach dem Krieg statt. Nachdem am Montag dem 26. April das Festzelt auf dem ehemaligen Schulplatz aufgestellt war, kam es am darauffolgenden Tag zu einem starken Wintereinbruch mit über 20 cm Neuschnee und großer Kälte. Um das Fest durchführen zu können und wegen der großen Schneelast auf dem Zelt entschloss man sich, in Koblenz eine Zeltheizung auszuleihen. Alles wurde gut abgedichtet und zwei Tage vor Festbeginn wurde das Zelt angeheizt. Das Fest war gerettet und es konnte gefeiert werden.

In den Jahren 1971/1972 wurden bei der Firma Fries in Staudt neue Uniformen beschafft. Die zum Anzug gehörende Hose musste sich jedoch jeder Feuerwehrmann selbst bezahlen. Im Gegensatz zur dicken Wollstoffuniform war man nun die erste Wehr im Oberwesterwald, die Uniformen aus dem neuen, leichten Stoff hatte.

1978 legte Christian Etz nach 17-jähriger Dienstzeit sein Amt nieder und Alois Baumann wurde zu seinem Nachfolger gewählt.

1979 wurde erstmals das heute weit über die Grenzen der Verbandsgemeinde Wallmerod bekannte „Elbinger Backesfest“ ausgerichtet.

Und so stand es in der Zeitung:

Backesfest

ELBINGEN. Ein Backesfest veranstaltet von der Freiwilligen Feuerwehr Elbingen, findet am Wochenende zum ersten Mal in der Gemeinde statt. Es beginnt am Samstag, 1. September, ab 18 Uhr. Am Sonntagmorgen ist ab 10 Uhr Frühschoppen. An beiden Tagen wird selbstgebackenes Steinofenbrot zur Kostprobe und zum Kauf angeboten.
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Freiwillige Feuerwehr Elbingen

Backesfest in Elbingen

Die Freiwillige Feuerwehr Elbingen veranstaltete in diesem Jahr zum erstenmal ein Backesfest. Nachdem das Backhaus im Jahre 1951 neu errichtet worden war, wurde es nur noch einige Jahre benutzt, aber hauptsächlich für Kuchen zu backen. Die Freiwillige Feuerwehr entschloß sich nun in diesem Jahr, die alte Tradition fortzuführen und wieder einmal richtiges Sauerteigbrot zu backen. Da nicht mehr viele ältere Leute richtigen Sauerteig machen konnten, entschloß man sich, einen Bäcker zu Rate zu ziehen. Im Dorf wurde dann noch nach einem Schoß gesucht, um das Brot in den Ofen einschießen zu können. Am Samstagmorgen um 5.30 Uhr wurde dann der Backofen angeheizt, nachdem am Tage vorher derselbe vorgeheizt worden war. Als das erste Brot fertiggebacken war, hatten sich schon viele Schaulustige eingefunden, denn es war ein ganz besonderes Ereignis. Insgesamt wurden 3 Öfen mit Brot gebacken, welches zum Teil im ganzen Laib gekauft werden konnte. Doch wurde eine große Anzahl von Broten aufgeschnitten und mit Hausmacher Presskopf, Schwenkkotelett und Grillwürstchen den Gästen aus nah und fern angeboten. In einem kleinen Zelt wurden dann bei Unterhaltungsmusik, am Samstag, dem 1.9.1979 und am Sonntag, dem 2.9.1979 dieses Ereignis gebührend gefeiert. Alle Gäste waren sich darin einig, daß dieses Backesfest nicht das letzte sein sollte. Somit ist der Freiwilligen Feuerwehr Elbingen geglückt, eine alte Tradition wieder auferstehen zu lassen, welche auch im nächsten Jahr fortgeführt werden soll.

 

Nach diesem Motto wird jetzt schon seit 28 Jahren das Backesfest mit immer größerer Beliebtheit bei jung und alt gefeiert.

Ebenfalls 1979 wird Julius Cron zum Ehrenmitglied ernannt.

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1980 ~ 1989

1980 wird die erste Vereinssatzung erstellt und das Gerätehaus (Backes) bekommt einen neuen Außenputz.

Horst Hartenfels wird neuer Wehrführer.

Am 11.05.1981 kam es unter der Führung von Alois Baumann zu einem besonderen Einsatz. Ein starkes Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen zog über den Westerwald. Während der Oberwesterwald nur die Ausläufer mitbekam, zeichneten im Unterwesterwald Überschwemmungen das Bild. Die Feuerwehren wurden an mehrere Einsatzorte gleichzeitig gerufen und wussten gar nicht wo sie zuerst anfangen sollten. Keller und Straßen waren überflutet. Schlimm getroffen hatte es auch die Klinkerfabrik Röben bei Bannberscheid. Die großen Kellerräume mit den Förderbändern zum Tontransport in die ebenerdigen Fabrikräume standen bis zur Decke unter Wasser. Als wir am Abend an der Einsatzstelle eintrafen, waren lediglich die Feuerwehr Bannberscheid und die Feuerwehr Hahn im Einsatz. Mit uns waren 3.Pumpen im Einsatz. Viel zu wenig um wirklich etwas gegen die Wassermassen auszurichten. Durch nachlassenden Regen und weiterer Unterstützung anderer frei werdender Feuerwehren war es möglich, bis zum Vormittag des nächsten Tages die Fabrik trockenzulegen. Durchnässt und völlig übermüdet kehrten die eingesetzten Feuerwehrleute nach einer langen, schweren Nacht zurück.

Am 31. Mai 1981 wurde der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Westerburg – Montabaur, der am 28. Mai 1910 gegen 10.00 Uhr morgens durch das Eintreffen des ersten Zuges an dem geschmückten Bahnhofsgebäude von Elbingen begann, eingestellt.

1982 wird wieder ein besonderes Jahr. Die Feuerwehren Elbingen und Mähren werden am 07.09.1982 formal zusammengelegt und nennen sich von nun an: Freiwillige Feuerwehr Elbingen-Mähren, aufgeteilt in Löschgruppe Elbingen und Löschgruppe Mähren. Der Zusammenschluss fand jedoch nur auf dem Papier statt, eine Feuerwehreinheit wurde nie gebildet. Auch die Vereine blieben nach wie vor getrennt. Im gleichen Jahr erfolgte der Beitritt zum Kreisfeuerwehrverband Westerwald (KFV)
Vom 11. – 12. September 1982 feierte die Feuerwehr Elbingen ihr 25 jähriges Jubiläum. Der Brotverkauf am gleichzeitigen Backesfest steigerte sich kontinuierlich von 1979 mit ca. 130 Broten über 1980 - 278 Brote, 1981 – 400 Brote, 1982 – 500 Brote. Hiermit bestätigen sich auch die steigende Beliebtheit des Festes sowie die hervorragende und seinesgleichen suchende Qualität des im „original Steinbackofen“ gebackenen Elbinger Backesbrotes. Bis zum heutigen Tag hat das Fest und die verabreichten Spezialitäten nichts von seinem besonderen Flair verloren.


Am 15. April 1983 werden die beiden ehemaligen Wehrführer, Bernd Schreiner aus Mähren sowie Christian Etz aus Elbingen rückwirkend verabschiedet und Horst Hartenfels wird Gesamtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Elbingen–Mähren. Sein Stellvertreter wird Jürgen Schönberger aus Mähren. Am 04.07.1983 wird der „Verein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Elbingen – Mähren, Löschgruppe Elbingen im Registergericht. Montabaur eingetragen und vom Finanzamt Montabaur als gemeinnützig anerkannt.

Die Ortsgemeinde Elbingen feiert vom 09. – 11. September 1983 ihr 600-jähriges Jubiläum. Während dieser Veranstaltung wird am 10.09.1983 die erste Jugendfeuerwehr gegründet. Horst Hartenfels übernimmt zusätzlich die Aufgaben des Jugendfeuerwehrwartes.

1984 kommt die Feuerwehr zu neuen Ehren und erringt nach intensivem Training am 25.08.1984 in Steinefrenz das Leistungsabzeichen in Bronze. Der Mannschaftsraum wird renoviert und der alte TSA (Tragkraftspritzenanhänger) wird am 10. Dezember bei der Verbandsgemeinde abgemeldet. Er ist nicht mehr verkehrstüchtig. Bis zu einer Ersatzbeschaffung in Form eines TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) sollten jedoch noch einige Jahre vergehen.

1986 wurde eine neue Zeltplane für 4500 DM angeschafft. Mit der passend angefertigten Pergula kann auch künftig das Backesfest am Gerätehaus im trocknen gefeiert werden.

Am 03.08.1986 wurde die Feuerwehr Elbingen zu einem Wiesen- und Flächenbrand in Mähren alarmiert. Das Feuer war schnell unter Kontrolle und der Einsatz konnte nach kurzer Zeit erfolgreich beendet werden.

Die nächsten Jahre verliefen etwas ruhiger, die Feuerwehr wurde Gott sei Dank von größeren Einsätzen verschont und das alljährliche Backesfest erfreute sich immer größerer Beliebtheit.

1988 wurde der alte TSA (Tragkraftspritzenanhänger) einer Interessengemeinschaft zur Erhaltung alter Feuerwehrgeräte in Bochum übergeben und am 28.09.1988 wurde das lang ersehnte neue TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) ein VW-LT zum weiteren Ausbau vom VW-Werk in Hannover zur Firma Schmidt nach Neuwied überführt.

1989, „endlich“ am 06. Januar wird das neue TSF von Neuwied nach Elbingen überführt und offiziell in Dienst gestellt. Ein stolzer Tag für die FFw Elbingen. Nach und nach wird das Fahrzeug immer besser aufgerüstet und erhält auch 2 Atemschutzgeräte.

Leider musste jedoch auch in diesem Jahr die Jugendfeuerwehr auf Grund von fehlendem Nachwuchs vorübergehend außer Dienst gestellt werden.

1989 wurde das Backesfest um eine Besonderheit reicher. Es gab zum ersten mal einen speziell für dieses Fest abgefüllten Schnaps mit dem Namen „Elbinger Backesfeger“ Er gehört mittlerweile genauso zum Fest wie das selbstgebackene Brot und die selbsthergestellten Wurstspezialitäten. Die kleinen Fläschchen mit einem schönen Emblem und dem Dorfwappen werden gerne als Andenken mitgenommen.

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1990 ~1999

Im Januar 1990 hielten schwere Stürme die Feuerwehren und Rettungsdienste in Atem.

Am 25.01.1990 löste einer dieser Stürme Teile der Dacheindeckung am Saalbau der ehemaligen Gaststätte Wüst. Das Dach wurde aufwendig von der Feuerwehr gesichert. Am 03.02.1990 wütete der Sturm abermals und deckte große Teile des Wohnhausdaches der ehemaligen Gaststätte Wüst ab. Mit Planen konnte die Feuerwehr Elbingen das Dach notdürftig abdichten und den Wasserschaden durch den Regen in Grenzen halten.

Am 09.Juni 1990 wurde erstmals anstatt der Weihnachtsfeier ein Familientag eingeführt. Eine Wanderung, unterbrochen mit Getränkestationen und Spiele sollen zum geselligen Miteinander beitragen. Dieser Familientag findet großen Anklang und so werden auch heute noch alle Teilnehmer am Ende der Wanderstrecke mit Preisen belohnt. Ein gemeinsames Grillen bildet den Abschluss.

Am 16.02.1991 wird die Jugendfeuerwehr reaktiviert.

Ach wie schnell vergeht die Zeit und 1992 wurde die Freiwillige Feuerwehr Elbingen schon 35 Jahre alt. Das wurde vom 11. – 13. September 1992 auch gebührend gefeiert. Für die Jugendfeuerwehr wurden rechtzeitig zum Fest neue Uniformen beschafft.

Ab dem 01.01.1993 übernimmt Uwe Sassenrath das Amt des Jugendfeuerwehrwartes. Er wurde unterstützt von Jürgen Ickenroth.

Am Vormittag des 20.09.1993 erschreckten die Feuersirenen Elbingen und Mähren. In Mähren stand eine Scheune mit angrenzendem Wohnhaus in Flammen. Mit einer kompletten Staffel unter Führung des Wehrführers Horst Hartenfels rückte die Löschgruppe Elbingen aus und konnte als erste Feuerwehr vor Ort durch einen schnellen und gezielten Zangenangriff ein größeres und direktes übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindern. Dennoch wütete das Feuer gewaltig doch aufgrund der schnell eintreffenden Hilfe konnte zumindest das Wohnhaus gerettet werden. Die Scheune brannte aber bis auf die Grundmauern nieder. Menschen und Tiere kamen jedoch Gott sei Dank nicht zu Schaden.

Das Jahr 1994 ging als besonderes Jahr in die Geschichte der Ortsgemeinde Elbingen ein. Man wurde wieder eigenständige Ortsgemeinde. Die unglückliche Ehe der beiden Ortschaften Elbingen und Mähren wurde zum 31.12.1993 nach fast 25 Jahren auf Antrag und zur großen Freude der Mährener Bevölkerung geschieden.


Auch die Feuerwehren gingen fortan wieder eigene Wege.

Am 27.07.1996 wurden mehrere Stroh- und Heuballen sowie große Mengen über Jahre angefahrenen Unrat oberhalb des Sportplatzes direkt am Wald vom Eigentümer angezündet. Am betreffenden Samstagnachmittag wurden die Feuerwehren aus Elbingen, Mähren, Hahn am See und Meudt alarmiert. Durch eine angeblich mündlich erteilte Brandgenehmigung wurde der Einsatz nach akutem Widerstand des Verursachers von der Polizei Weise abgebrochen. Gegen Abend war das Feuer jedoch so stark, dass es nicht mehr unter Kontrolle des Verursachers war und drohte in den angrenzenden Wald überzugreifen. Der unweit entfernte Campingplatz und das dazugehörige Lokal waren völlig verraucht und die Feuerwehren aus Elbingen, Mähren und Hahn am See wurden alarmiert. Auch am nächsten Tag wurde die Feuerwehr zu einem ähnlichen Einsatz, verursacht durch die gleiche Person, alarmiert. Diesmal am Bahngelände zwischen Elbingen und Mähren. Hier war am Mittag die Feuerwehr aus Wallmerod mit einem TLF und am Abend die Feuerwehren aus Mähren und Elbingen im Einsatz.

Im Februar1997 wird Horst Hartenfels, inzwischen Ortsbürgermeister, als Wehrführer verabschiedet. Sein Nachfolger wird Uwe Sassenrath und dessen Stellvertreter wird Jürgen Ickenroth.

Am 14.09.1997 wurde die Feuerwehr Elbingen neben weiteren Feuerwehren zu einem Strohballenbrand nach Hahn am See alarmiert. Zu ähnlichen Einsätzen kam es in einer Sturmnacht am 20.02.1997 zwischen Hahn am See und Elbingen sowie in der Nacht vom 31.03. auf 01.04.1998 in Mähren.

Abgesehen von einigen Hilfeleistungseinsätzen, hervorgerufen durch Unfälle bzw. Ölspuren, blieb die Feuerwehr Elbingen in den nächsten Jahren Gott sei Dank von größeren Einsätzen verschont.

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2000 ~ 2007


In der Silvesternacht 1999 auf 2000, Millennium, hatten alle Feuerwehren aufgrund der Umstellungen auf ein neues Jahrtausend Bereitschaft. Die Fahrzeuge sowie die Funkgeräte mussten bis weit nach Mitternacht besetzt sein. Man hatte die Befürchtung, dass durch die Umstellung viele Computer ihren Dienst versagen und es somit zu Ausfällen in der gesamten Versorgung kommen könnte. Die Befürchtungen waren glücklicherweise vergebens, die Nacht war wie alle Silvesternächte, es wurde lediglich mehr gefeiert wie sonst.

Im November 2000 erfolgt ein erneuter Wechsel in der Führung. Jürgen Ickenroth wird Wehrführer, Horst Hartenfels sein Stellvertreter.

Am 03.Oktober 2003 wurde die Feuerwehr Elbingen zum Brand des Jagdhauses unmittelbar am Waldrand in der Gemeinde Elbingen alarmiert. Durch rechtzeitiges Eintreffen konnte der Brand in der Wandverkleidung im Bereich eines Holzofens mit Feuerlöscher und Kübelspritze abgelöscht werden bevor die Hilfe der Stützpunktwehr eintraf. Um sicher zu gehen dass keine Brandnester mehr vorhanden sind, wurden die verbrannten Teile der Wand- und Deckenverkleidung herausgeschnitten. Nach dem aufräumen der Einsatzstelle wurde der Einsatz beendet.

Am 22.02.2006 kam es zu einem Mülltonnenbrand in einer Garage in Mähren. Die Feuerwehr Elbingen musste hier noch Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten übernehmen.

Im März 2006 tritt Jürgen Ickenroth aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Neuer Wehrführer wird Michael Sottong, der aber noch seinen Gruppenführerlehrgang absolvieren musste.

Wettkampf in Härtlingen

Am 04. Mai 2006 wurden wir zur Nachbargemeinde Härtlingen zu einem besonderen Event eingeladen. Die Landesschau Rheinland-Pfalz übertrug von hier eine Live-Sendung mit dem Thema „Frauen in der Feuerwehr“.

In einem Wettkampf zwischen den Feuerwehren Elbingen und Härtlingen wurde festgestellt, wer in 2 Minuten die meisten Feuerwehrleute ins Feuerwehrauto“ bekommt.
Wenn Sie auf das nachfolgende Bild oder diesen Link klicken, können Sie sich Bilder von diesem Event anschauen.

                           

Die Feuerwehr Elbingen siegte mit 31 (!) Personen und hat somit das größte TSF in Rheinland-Pfalz. Nach der Sendung wurde noch kräftig mit den Härtlingern gefeiert.
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Zum 01.01.2007 wird die zwischenzeitlich wegen Nachwuchsproblemen abgemeldete Jugendfeuerwehr Elbingen nach einem halben Jahr Versuchsphase neu gegründet. Michael Schwarz als Jugendfeuerwehrwart und sein Stellvertreter Mario Wüst betreuen derzeit 20 aktive Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren. Eine stolze Anzahl für eine 300-Seelen-Gemeinde.

Nach 25 Jahren 1. Vorsitzender steht Christoph Kaiser bei der Jahreshauptversammlung am 05. Januar 2007 für das Amt nicht mehr zur Verfügung. Jürgen Ickenroth tritt das schwere Erbe an und wird einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Auf der Dienstversammlung am 13. Januar 2007 wird Michael Sottong nach bestandenem Gruppenführerlehrgang formal zum neuen Wehrführer und Jürgen Cron, zum Stellvertreter ernannt. Beide werden gleichzeitig zum Brandmeister befördert.

Doch diese Konstellation sollte nicht von langer Dauer sein.

Aus privaten Gründen musste Michael Sottong nach einem halben Jahr zurücktreten und Jürgen Cron wurde auf der Dienstversammlung am 24.08.2007 zum neuen Wehrführer ernannt. Sein Stellvertreter wurde am gleichen Tage erneut Horst Hartenfels.

Aber nicht nur der aktive Feuerwehrdienst sondern auch das gute Vereinsleben, die Hilfe zu allen möglichen Anlässen in der Ortsgemeinde, das Ausrichten und sichern der St. Martinsfeier mit anschließendem kostenlosen Ausschank von heißem Kakao und Glühwein und die vielen anderen Dinge, die für die Feuerwehr selbstverständlich sind, prägen das Bild ihrer 50-jährigen Geschichte.

Durch immer wiederkehrende Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarfeuerwehren aus Mähren, Hahn am See, Arnshöfen und Kuhnhöfen wird nicht nur das Zusammenspiel geübt, sondern auch die Kameradschaft gepflegt und gefördert.

Eine ganz besondere Freundschaft besteht schon seit vielen Jahren zur ein Kilometer entfernten Freiwilligen Feuerwehr Härtlingen, die zur angrenzenden Verbandsgemeinde Westerburg gehört.

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2009 ~ heute

Im Februar 2009  wurde eine neue Idee geboren.

Die Wehrführungen der Feuerwehren Hahn am See, Elbingen und Mähren wurden zu einem Gespräch in die Verbandsgemeindeverwaltung eingeladen. Ziel dieser Besprechung sollte der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses und die damit verbundene Fusion der Feuerwehren sein. Mähren wollte sich jedoch nicht an dieser Fusion beteiligen.

Gemeinsam mit der Wehrleitung und der Verbandsgemeindeverwaltung stimmten die Wehren aus Hahn am See und Elbingen das weitere Vorgehen im Hinblick auf die Zusammenlegung ab. Die Verbandsgemeinde nahm die Beschlusslage der Wehren zum Anlass, die zukunfstweisende Entscheidung der Feuerwehreinheiten mit dem Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses zu unterstützen.

Nach einer vorangegangenen Standortuntersuchung legten die Verantwortlichen das Gelände neben dem Friedhof in Hahn am See als Standort fest und vergaben den Planungsauftrag an das Architektenbüro Schäfer in Westerburg. Für rund 324 400 Euro entstanden von Herbst 2010 bis Juni 2011 eine geräumige Fahrzeughalle, Umkleiden und ein Mannschaftsraum. Diese Bauarbeiten erfolgten paralell zu den Vorbereitungen der Fusion, sodass der erfolgreiche Abschluss beider Projekte am 01.07.2011 mit einem kleinen Fest gefeiert werden konnte.

Unmittelbar vor der Verbandsgemeinderatssitzung am 22.06.2010 haben sich beide Wehrführungen auf den gemeinsamen Namen Hahn am See und Elbingen geeinigt. In der Ratssitzung wurde der Name der neuen Feuerwehreinheit festgelegt auf "Freiwillige Feuerwehr Hahn am See/Elbingen".

                                                          

In der unmittelbar im Anschluss stattfindenen Dienstversammlung in den neuen Räumen des Gerätehauses wurden dann die Funktioner beider Wehren mit Ablauf des 30.06.2011 aus ihrem Aufgaben entlassen. In geheimer Wahl wurden Jürgen Cron, Elbingen, zum Wehrführer und Wolfgang Etz, Hahn am See, zum stellvertretenden Wehrführer der neuen Feuerwehr gewählt.

                          

Im Rahmen der Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses wurde am 01.07.2011 die neue Wehr offiziell in Dienst gestellt. In seiner Begrüßungsrede sprach VG-Bürgermeister Lütkefedder von einem "historischen Tag". Erstmals hätten hier zwei intakte Wehren zusammengefunden und fusioniert. "Das war ein mutiger und weitreichender Schritt zum Wohle aller", hob Lütkefedder hervor - schließlich seien "Eins und eins mehr wert als zwei", so der Bürgermeister.

So freuen sich die 32 Männer und 2 Frauen der Wehr Hahn am See/Elbingen, dass die gemeinsam mit der 23 Mitglieder zählenden Jugendfeuerwehr in das rund 120 Quadratmeter große Gerätehaus einziehen konnten.

Wehrführer und Stellvertreter wurden offiziell ernannt und vereidigt. Weitere Funktionen werden von Michael Schwarz (Jugendfeuerwehrwart), Lisa-Marie Schmidt (stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin), Winfried Kloft (Gerätewart) und Michael Sottong (Atemschutzgeräteprüfer) begleitet.

                                         

Ein weiterer Programmpunkt galt neben der Verpflichtung der Aktiven auch der Beförderung einiger Mitglieder.

Im Anschluss an die Schlüsselübergabe war der offizielle Teil der Veranstaltung beendet und die Mitglieder der Wehr feierten gemeinsam mit Familie, Freunden und Ehrengästen im gemütlichen Rahmen "ihren" denk-würdigen Tag.

Bei einem "Tag der offenen Tür" am 21.08.2011 wurden die neuen Räumlichkeiten der Bevölkerung aus Elbingen und Hahn am See sowie den Nachbarwehren vorgestellt.

Dieser Tag wird auch für Adina Munsch, Felix Cron, Leon Schwarz und Jonas Wörsörfer unvergesslich bleiben. Sie haben unter den Augen der Wehrführung und des Wehrleiters Klaus Reimann die Prüfung zur Jugendflamme Stufe 1 bestanden und sind jetzt stolze Träger der Auszeichnung. Bereits am Vortag haben bei einem Event der Jugendfeuerwehren in Steinefrenz Robin Metz, Max Mielke, Lars Munsch, Lukas Schmidt, Hendrik Schwarz und Fabio Steudter die Jugendflamme der Stufe 2 ebenfalls mit Bravur bestanden und wurden dort ausgezeichnet.

 

Auch jetzt, wo wir auf eine lange und bewegte Feuerwehrgeschichte zurückblicken können, stellen wir fest, dass wir sicherlich dem Gedanken unserer Gründer gerecht wurden und hoffen dies auch zukünftig getreu dem Wahlspruch

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr

zu sein.

 

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Die Grundform der Chronik wurde von Jürgen Ickenroth erstellt und ab 2009 von Horst Hartebfels ergänzt!