Die Ortsgemeinde Elbingen feiert vom 09. 11. September 1983 ihr 600-jähriges Jubiläum. Während dieser Veranstaltung wird am 10.09.1983 die erste Jugendfeuerwehr gegründet. Horst Hartenfels übernimmt zusätzlich die Aufgaben des Jugendfeuerwehrwartes. 1984 kommt die Feuerwehr zu neuen Ehren und erringt nach intensivem Training am 25.08.1984 in Steinefrenz das Leistungsabzeichen in Bronze. Der Mannschaftsraum wird renoviert und der alte TSA (Tragkraftspritzenanhänger) wird am 10. Dezember bei der Verbandsgemeinde abgemeldet. Er ist nicht mehr verkehrstüchtig. Bis zu einer Ersatzbeschaffung in Form eines TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) sollten jedoch noch einige Jahre vergehen. 1986 wurde eine neue Zeltplane für 4500 DM angeschafft. Mit der passend angefertigten Pergula kann auch künftig das Backesfest am Gerätehaus im trocknen gefeiert werden. Am 03.08.1986 wurde die Feuerwehr Elbingen zu einem Wiesen- und Flächenbrand in Mähren alarmiert. Das Feuer war schnell unter Kontrolle und der Einsatz konnte nach kurzer Zeit erfolgreich beendet werden. Die nächsten Jahre verliefen etwas ruhiger, die Feuerwehr wurde Gott sei Dank von größeren Einsätzen verschont und das alljährliche Backesfest erfreute sich immer größerer Beliebtheit. 1988 wurde der alte TSA (Tragkraftspritzenanhänger) einer Interessengemeinschaft zur Erhaltung alter Feuerwehrgeräte in Bochum übergeben und am 28.09.1988 wurde das lang ersehnte neue TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) ein VW-LT zum weiteren Ausbau vom VW-Werk in Hannover zur Firma Schmidt nach Neuwied überführt. 1989, „endlich“ am 06. Januar wird das neue TSF von Neuwied nach Elbingen überführt und offiziell in Dienst gestellt. Ein stolzer Tag für die FFw Elbingen. Nach und nach wird das Fahrzeug immer besser aufgerüstet und erhält auch 2 Atemschutzgeräte. Leider musste jedoch auch in diesem Jahr die Jugendfeuerwehr auf Grund von fehlendem Nachwuchs vorübergehend außer Dienst gestellt werden. 1989 wurde das Backesfest um eine Besonderheit reicher. Es gab zum ersten mal einen speziell für dieses Fest abgefüllten Schnaps mit dem Namen „Elbinger Backesfeger“ Er gehört mittlerweile genauso zum Fest wie das selbstgebackene Brot und die selbsthergestellten Wurstspezialitäten. Die kleinen Fläschchen mit einem schönen Emblem und dem Dorfwappen werden gerne als Andenken mitgenommen. 1990 ~1999Im Januar 1990 hielten schwere Stürme die Feuerwehren und Rettungsdienste in Atem. Am 25.01.1990 löste einer dieser Stürme Teile der Dacheindeckung am Saalbau der ehemaligen Gaststätte Wüst. Das Dach wurde aufwendig von der Feuerwehr gesichert. Am 03.02.1990 wütete der Sturm abermals und deckte große Teile des Wohnhausdaches der ehemaligen Gaststätte Wüst ab. Mit Planen konnte die Feuerwehr Elbingen das Dach notdürftig abdichten und den Wasserschaden durch den Regen in Grenzen halten. Am 09.Juni 1990 wurde erstmals anstatt der Weihnachtsfeier ein Familientag eingeführt. Eine Wanderung, unterbrochen mit Getränkestationen und Spiele sollen zum geselligen Miteinander beitragen. Dieser Familientag findet großen Anklang und so werden auch heute noch alle Teilnehmer am Ende der Wanderstrecke mit Preisen belohnt. Ein gemeinsames Grillen bildet den Abschluss. Am 16.02.1991 wird die Jugendfeuerwehr reaktiviert. Ach wie schnell vergeht die Zeit und 1992 wurde die Freiwillige Feuerwehr Elbingen schon 35 Jahre alt. Das wurde vom 11. 13. September 1992 auch gebührend gefeiert. Für die Jugendfeuerwehr wurden rechtzeitig zum Fest neue Uniformen beschafft. Ab dem 01.01.1993 übernimmt Uwe Sassenrath das Amt des Jugendfeuerwehrwartes. Er wurde unterstützt von Jürgen Ickenroth. Am Vormittag des 20.09.1993 erschreckten die Feuersirenen Elbingen und Mähren. In Mähren stand eine Scheune mit angrenzendem Wohnhaus in Flammen. Mit einer kompletten Staffel unter Führung des Wehrführers Horst Hartenfels rückte die Löschgruppe Elbingen aus und konnte als erste Feuerwehr vor Ort durch einen schnellen und gezielten Zangenangriff ein größeres und direktes übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindern. Dennoch wütete das Feuer gewaltig doch aufgrund der schnell eintreffenden Hilfe konnte zumindest das Wohnhaus gerettet werden. Die Scheune brannte aber bis auf die Grundmauern nieder. Menschen und Tiere kamen jedoch Gott sei Dank nicht zu Schaden. Das Jahr 1994 ging als besonderes Jahr in die Geschichte der Ortsgemeinde Elbingen ein. Man wurde wieder eigenständige Ortsgemeinde. Die unglückliche Ehe der beiden Ortschaften Elbingen und Mähren wurde zum 31.12.1993 nach fast 25 Jahren auf Antrag und zur großen Freude der Mährener Bevölkerung geschieden.
Am 27.07.1996 wurden mehrere Stroh- und Heuballen sowie große Mengen über Jahre angefahrenen Unrat oberhalb des Sportplatzes direkt am Wald vom Eigentümer angezündet. Am betreffenden Samstagnachmittag wurden die Feuerwehren aus Elbingen, Mähren, Hahn am See und Meudt alarmiert. Durch eine angeblich mündlich erteilte Brandgenehmigung wurde der Einsatz nach akutem Widerstand des Verursachers von der Polizei Weise abgebrochen. Gegen Abend war das Feuer jedoch so stark, dass es nicht mehr unter Kontrolle des Verursachers war und drohte in den angrenzenden Wald überzugreifen. Der unweit entfernte Campingplatz und das dazugehörige Lokal waren völlig verraucht und die Feuerwehren aus Elbingen, Mähren und Hahn am See wurden alarmiert. Auch am nächsten Tag wurde die Feuerwehr zu einem ähnlichen Einsatz, verursacht durch die gleiche Person, alarmiert. Diesmal am Bahngelände zwischen Elbingen und Mähren. Hier war am Mittag die Feuerwehr aus Wallmerod mit einem TLF und am Abend die Feuerwehren aus Mähren und Elbingen im Einsatz. Im Februar1997 wird Horst Hartenfels, inzwischen Ortsbürgermeister, als Wehrführer verabschiedet. Sein Nachfolger wird Uwe Sassenrath und dessen Stellvertreter wird Jürgen Ickenroth. Am 14.09.1997 wurde die Feuerwehr Elbingen neben weiteren Feuerwehren zu einem Strohballenbrand nach Hahn am See alarmiert. Zu ähnlichen Einsätzen kam es in einer Sturmnacht am 20.02.1997 zwischen Hahn am See und Elbingen sowie in der Nacht vom 31.03. auf 01.04.1998 in Mähren. Abgesehen von einigen Hilfeleistungseinsätzen, hervorgerufen durch Unfälle bzw. Ölspuren, blieb die Feuerwehr Elbingen in den nächsten Jahren Gott sei Dank von größeren Einsätzen verschont. 2000 ~ 2007
Im November 2000 erfolgt ein erneuter Wechsel in der Führung. Jürgen Ickenroth wird Wehrführer, Horst Hartenfels sein Stellvertreter. Am 03.Oktober 2003 wurde die Feuerwehr Elbingen zum Brand des Jagdhauses unmittelbar am Waldrand in der Gemeinde Elbingen alarmiert. Durch rechtzeitiges Eintreffen konnte der Brand in der Wandverkleidung im Bereich eines Holzofens mit Feuerlöscher und Kübelspritze abgelöscht werden bevor die Hilfe der Stützpunktwehr eintraf. Um sicher zu gehen dass keine Brandnester mehr vorhanden sind, wurden die verbrannten Teile der Wand- und Deckenverkleidung herausgeschnitten. Nach dem aufräumen der Einsatzstelle wurde der Einsatz beendet.
Am 22.02.2006 kam es zu einem Mülltonnenbrand in einer Garage in Mähren. Die Feuerwehr Elbingen musste hier noch Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten übernehmen. Im März 2006 tritt Jürgen Ickenroth aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Neuer Wehrführer wird Michael Sottong, der aber noch seinen Gruppenführerlehrgang absolvieren musste. Wettkampf in HärtlingenAm 04. Mai 2006 wurden wir zur Nachbargemeinde Härtlingen zu einem besonderen Event eingeladen. Die Landesschau Rheinland-Pfalz übertrug von hier eine Live-Sendung mit dem Thema „Frauen in der Feuerwehr“.
In einem Wettkampf zwischen den Feuerwehren Elbingen und Härtlingen wurde festgestellt, wer in 2 Minuten die meisten Feuerwehrleute ins Feuerwehrauto“ bekommt. Die Feuerwehr Elbingen siegte mit 31 (!) Personen und hat somit das größte TSF in Rheinland-Pfalz. Nach der Sendung wurde noch kräftig mit den Härtlingern gefeiert.
Zum 01.01.2007 wird die zwischenzeitlich wegen Nachwuchsproblemen abgemeldete Jugendfeuerwehr Elbingen nach einem halben Jahr Versuchsphase neu gegründet. Michael Schwarz als Jugendfeuerwehrwart und sein Stellvertreter Mario Wüst betreuen derzeit 20 aktive Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren. Eine stolze Anzahl für eine 300-Seelen-Gemeinde. Auf der Dienstversammlung am 13. Januar 2007 wird Michael Sottong nach bestandenem Gruppenführerlehrgang formal zum neuen Wehrführer und Jürgen Cron, zum Stellvertreter ernannt. Beide werden gleichzeitig zum Brandmeister befördert. Doch diese Konstellation sollte nicht von langer Dauer sein. Aus privaten Gründen musste Michael Sottong nach einem halben Jahr zurücktreten und Jürgen Cron wurde auf der Dienstversammlung am 24.08.2007 zum neuen Wehrführer ernannt. Sein Stellvertreter wurde am gleichen Tage erneut Horst Hartenfels. Aber nicht nur der aktive Feuerwehrdienst sondern auch das gute Vereinsleben, die Hilfe zu allen möglichen Anlässen in der Ortsgemeinde, das Ausrichten und sichern der St. Martinsfeier mit anschließendem kostenlosen Ausschank von heißem Kakao und Glühwein und die vielen anderen Dinge, die für die Feuerwehr selbstverständlich sind, prägen das Bild ihrer 50-jährigen Geschichte. Durch immer wiederkehrende Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarfeuerwehren aus Mähren, Hahn am See, Arnshöfen und Kuhnhöfen wird nicht nur das Zusammenspiel geübt, sondern auch die Kameradschaft gepflegt und gefördert. Eine ganz besondere Freundschaft besteht schon seit vielen Jahren zur ein Kilometer entfernten Freiwilligen Feuerwehr Härtlingen, die zur angrenzenden Verbandsgemeinde Westerburg gehört. 2009 ~ heuteIm Februar 2009 wurde eine neue Idee geboren. Die Wehrführungen der Feuerwehren Hahn am See, Elbingen und Mähren wurden zu einem Gespräch in die Verbandsgemeindeverwaltung eingeladen. Ziel dieser Besprechung sollte der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses und die damit verbundene Fusion der Feuerwehren sein. Mähren wollte sich jedoch nicht an dieser Fusion beteiligen. Gemeinsam mit der Wehrleitung und der Verbandsgemeindeverwaltung stimmten die Wehren aus Hahn am See und Elbingen das weitere Vorgehen im Hinblick auf die Zusammenlegung ab. Die Verbandsgemeinde nahm die Beschlusslage der Wehren zum Anlass, die zukunfstweisende Entscheidung der Feuerwehreinheiten mit dem Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses zu unterstützen. Nach einer vorangegangenen Standortuntersuchung legten die Verantwortlichen das Gelände neben dem Friedhof in Hahn am See als Standort fest und vergaben den Planungsauftrag an das Architektenbüro Schäfer in Westerburg. Für rund 324 400 Euro entstanden von Herbst 2010 bis Juni 2011 eine geräumige Fahrzeughalle, Umkleiden und ein Mannschaftsraum. Diese Bauarbeiten erfolgten paralell zu den Vorbereitungen der Fusion, sodass der erfolgreiche Abschluss beider Projekte am 01.07.2011 mit einem kleinen Fest gefeiert werden konnte. Unmittelbar vor der Verbandsgemeinderatssitzung am 22.06.2010 haben sich beide Wehrführungen auf den gemeinsamen Namen Hahn am See und Elbingen geeinigt. In der Ratssitzung wurde der Name der neuen Feuerwehreinheit festgelegt auf "Freiwillige Feuerwehr Hahn am See/Elbingen". In der unmittelbar im Anschluss stattfindenen Dienstversammlung in den neuen Räumen des Gerätehauses wurden dann die Funktioner beider Wehren mit Ablauf des 30.06.2011 aus ihrem Aufgaben entlassen. In geheimer Wahl wurden Jürgen Cron, Elbingen, zum Wehrführer und Wolfgang Etz, Hahn am See, zum stellvertretenden Wehrführer der neuen Feuerwehr gewählt. Im Rahmen der Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses wurde am 01.07.2011 die neue Wehr offiziell in Dienst gestellt. In seiner Begrüßungsrede sprach VG-Bürgermeister Lütkefedder von einem "historischen Tag". Erstmals hätten hier zwei intakte Wehren zusammengefunden und fusioniert. "Das war ein mutiger und weitreichender Schritt zum Wohle aller", hob Lütkefedder hervor - schließlich seien "Eins und eins mehr wert als zwei", so der Bürgermeister. So freuen sich die 32 Männer und 2 Frauen der Wehr Hahn am See/Elbingen, dass die gemeinsam mit der 23 Mitglieder zählenden Jugendfeuerwehr in das rund 120 Quadratmeter große Gerätehaus einziehen konnten. Wehrführer und Stellvertreter wurden offiziell ernannt und vereidigt. Weitere Funktionen werden von Michael Schwarz (Jugendfeuerwehrwart), Lisa-Marie Schmidt (stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin), Winfried Kloft (Gerätewart) und Michael Sottong (Atemschutzgeräteprüfer) begleitet. Ein weiterer Programmpunkt galt neben der Verpflichtung der Aktiven auch der Beförderung einiger Mitglieder. Im Anschluss an die Schlüsselübergabe war der offizielle Teil der Veranstaltung beendet und die Mitglieder der Wehr feierten gemeinsam mit Familie, Freunden und Ehrengästen im gemütlichen Rahmen "ihren" denk-würdigen Tag. Bei einem "Tag der offenen Tür" am 21.08.2011 wurden die neuen Räumlichkeiten der Bevölkerung aus Elbingen und Hahn am See sowie den Nachbarwehren vorgestellt. Dieser Tag wird auch für Adina Munsch, Felix Cron, Leon Schwarz und Jonas Wörsörfer unvergesslich bleiben. Sie haben unter den Augen der Wehrführung und des Wehrleiters Klaus Reimann die Prüfung zur Jugendflamme Stufe 1 bestanden und sind jetzt stolze Träger der Auszeichnung. Bereits am Vortag haben bei einem Event der Jugendfeuerwehren in Steinefrenz Robin Metz, Max Mielke, Lars Munsch, Lukas Schmidt, Hendrik Schwarz und Fabio Steudter die Jugendflamme der Stufe 2 ebenfalls mit Bravur bestanden und wurden dort ausgezeichnet.
Auch jetzt, wo wir auf eine lange und bewegte Feuerwehrgeschichte zurückblicken können, stellen wir fest, dass wir sicherlich dem Gedanken unserer Gründer gerecht wurden und hoffen dies auch zukünftig getreu dem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“
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